Die Wissenschaft wird wieder gehört.
Auch in Sachen Nachhaltigkeit.

Es ist noch nicht lange her, dass Medienwissenschaftler und Soziologen ein postfaktisches Zeitalter ankündigten. Vor allem die im Internet zahllos bereitgestellten Schein-Wahrheiten drohten in vielen Lebensbereichen die eigentlichen Fakten zu überschatten. Vertrauensstudien belegen, dass sich das Vertrauen in die Fähigkeiten und den Willen von Regierungen, Medien, NGOs und Unternehmen die großen Herausforderungen der Zeit anzugehen, zusehends auflöst. Das entstehende Vakuum gibt Raum für die „alternativen Fakten“ der Populisten. In dem wachsenden Misstrauen gegenüber Suchmaschinen, soziale Medien und „filter bubbles“ wurden wissenschaftlichen und technischen Experten wieder mehr Aufmerksamkeit zuteil. Was spricht also dagegen, dass die Stimmen der Wissenschaft künftig auch in Fragen nachhaltiger Entwicklung und Klimaschutz mehr Vertrauen in die politische Notwendige und das bürgerliche Machbarkeitspotenzial finden werden?