Die Werbung sucht nach einer neuen Grammatik

Jegliche Werbung ist aktuell von großen Unsicherheiten begleitet. Vieles, was bisher als gute und wirksame Werbung galt, ist in Corona-Zeiten zum No-Go geworden. Happy People, die sich an der Kneipentheke tummeln? Kneipe, Nähe, Umarmung – mittlerweile Bilder einer vergangenen Zeit. Das geht gar nicht mehr und sorgt beim Betrachter eher für ablehnende Gefühle. Das mächtige, dominante Medium Werbung sollte mit Gespür eingesetzt werden. Kommunikationsverantwortliche sind massiv verunsichert, ob sie mit Werbung überhaupt noch jemanden wirksam erreichen können. Welches Produkt kann angesichts der täglichen Pandemiezahlen noch so wichtig sein, dass es werblich gefeiert werden kann? Hier bedient sich Werbung der anderen mächtigen Funktion: aktuelle Gefühlslagen und Sehnsüchte abbilden und bedienen. Menschlichkeit, Solidarität und alles, was Sinn ergibt. Wer damit werblich umgehen kann, sollte seine Nachhaltigkeitsthemen hier einspielen und mit seinem Engagement den grundlegenden Tenor in der Gesellschaft einfangen, der auch noch nach der Krise bleibt.