Neue digitale Räume
multiplizieren die Konnektivität

Was waren wir alle doch vernetzt. „Vernetzung“ sollte das Zauberwort sein, das aller Probleme einer global beschleunigten Welt lösen sollte. Neue Geschäftsideen, persönliche Karriere, Neugeschäftschancen – nichts hatte Aussichten auf Erfolg ohne den notwendigen Grad an Vernetzung. Waren wir in der Welt vor den sozialen Medien noch über sechs Personen miteinander zu verknüpfen, verringerte sich diese Konnektivität über Facebook auf etwa 3,5 Personen. Wer in dieser Dynamik nicht mithalten konnte, stand schnell unter Nerd- und sozialem Abstiegsverdacht. Spätestens der Aufstieg der sozialen Medien machte klar, dass Vernetzung nicht nur eine ökonomische Funktion besitzt, sondern ein zutiefst menschliches Bedürfnis beschreibt.
Die neue Vernetzung bildet sich in einem veränderten Rahmen auch in der Arbeitswelt ab: Ganze Firmen, wie beispielsweise Twitter, arbeiten komplett von Zuhause aus, Meetings werden per Videokonferenz abgehalten, Unterricht, Workshops und Schulungen in virtuellen Klassenzimmern durchgeführt. Aber es wird noch stärker kommen: In der Zukunft werden sich Videomeetings und Augmented Reality zu neuen Räumen der Interaktion verbinden: Produktpräsentationen, Townhall-Meetings, Pressekonferenzen, Messen werden Menschen in virtuellen Räumen zusammenführen und die Produktivität der Vernetzung erhöhen.